Kirchengemeinde St. Jürgen zu Gettorf
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    Pop-Songs im mittelalterlichen Gewand

    Von koehrsen

    Bulgarischer Männerchor „The Gregorian Voices“ bringt mit Chorälen die Renaissance ins Kirchengewölbe von St. Jürgen

    gettorf
    Gesang, der die Seele berührt und die Kraft hat, Dämonen zu vertreiben: Ein bunt gemischtes Publikum, gut 200 Besucher, erlebten am Wochenende den Männerchor, die Gregorian Voices in der Gettorfer Konzertkirche St. Jürgen, die im vergangenen Jahr schon einmal zu Gast waren. Das Vokaloktett aus Bulgarien hat es sich zur Aufgabe gemacht, die frühmittelalterliche Tradition des gregorianischen Chorals wieder aufzunehmen. Der einstimmige, unbegleitete, liturgische Gesang der katholischen Kirche in lateinischer Sprache, der seit frühesten Zeiten das geistliche Leben begleitet, erfreut sich seit einigen Jahren auch im Weltlichen wachsender Beliebtheit. Der nach Papst Gregor I. benannte gregorianische Choral wurde Ende des 8., Anfang des 9. Jahrhunderts in die christliche Liturgie eingebunden und bis ins 14. Jahrhundert in Klöstern und Kathedralen gepflegt. In den 1990ern erfuhr die Gregorianik eine ungeahnte Renaissance, stürmte die Charts der Popmusik und tauchte als Fragment oder Leitmotiv in Ambient-, Lounge- und Chill Out-Stücken auf. Der Altarraum erstrahlte in Pink, die Sänger in braune Mönchskutten gehüllt, die Hände gefaltet, boten mit klassisch ausgebildeten Stimmen und viel Pathos ihre gregorianischen Choräle und Lieder der Renaissance dar. Darunter ein Ave Maria, Salve Regina, Adoro te devote oder das Kyrie der Messe Orbis Factor. Dazu die Cantate Domino von Heinrich Schütz. Meditativer Gesang, von geistlicher Tiefe geprägt, mit dem sie die Zuhörer in die Welt der mittelalterlichen Klöster entführten. Der Christ durfte Gefühle wie Buße, Reue, Trübsal, Verfolgung, Trauer, Friede, Hoffnung und Glück miterleben.

    Der zweite Teil des Konzerts war der Pop-Musik gewidmet. Im Stil der mittelalterlichen Gregorianik präsentierten die Gregorian Voices den New Age-Song Ameno vom Musikprojekt Era, Knockin‘ on Heavens Door von Bob Dylan, Hallelujah von Leonard Cohen, Sound of Silence von Simon & Garfunkel und Imagine von John Lennon. Das Publikum stand auf zum Applaudieren und erklatschte sich zwei Zugaben: „We are the world“ von Michael Jackson und Amazing Grace, eines der beliebtesten Kirchenlieder der Welt.

    Elke Biehl mit Tochter Annalisa und Karin Paasch aus Bornstein, die in der ersten Reihe saßen, waren begeistert. „Das war toll, super“, fand Elke Biehl. „Beide Teile haben mir gefallen, die Choräle genau wie die Klassiker des Pop.“ Und die junge Generation? „Ich fand den Pop-Teil besser“, meinte Tochter Annalisa. Karin Paasch fügte hinzu: „Mich hat die Stimmgewalt beeindruckt, die Solo-Partien des Basses und die Harmonie.“

    Michaela Lauterbach

    (Quelle: ez vom 14.07.2015)

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